Was mache ich daraus? Wenn Erkenntnis allein noch nichts verändert

Shownotes

100 Downloads. ❤️

Bevor es in dieser Folge um Veränderung geht, gibt es etwas zu feiern: „Haltung statt Harmonie“ hat die ersten 100 Downloads erreicht.

Danke fürs Zuhören, Weiterempfehlen, für eure Nachrichten und dafür, dass dieser noch junge Podcast langsam seinen Platz findet.

Und irgendwie passt dieser kleine Meilenstein ziemlich gut zum Thema dieser Folge.

Denn ich wusste beim Start des Podcasts auch nicht genau, was daraus wird. Ich wusste nur, dass ich anfangen möchte.

Nach „Wer bin ich heute?“ und „Wofür stehe ich?“ kommt heute die dritte Frage:

Was mache ich daraus?

Denn Erkenntnis allein verändert noch kein Leben.

Ich kann verstehen, dass bestimmte Rollen nicht mehr zu mir passen. Ich kann meine Werte kennen, Erwartungen hinterfragen und ziemlich genau wissen, was ich nicht mehr möchte.

Und trotzdem kann ich weitermachen wie bisher.

In dieser Folge geht es um die Strecke zwischen Erkenntnis und tatsächlicher Veränderung.

Ich erzähle davon, warum ich mir nach mehr als zwei Jahrzehnten im Konzern nicht einfach möglichst schnell ein neues Leben bauen möchte, das am Ende genauso funktioniert wie mein altes, nur mit einem anderen Jobtitel.

Und von einer Frage, die mich deshalb gerade sehr beschäftigt:

Wie möchte ich eigentlich leben, während ich das mache, was ich als Nächstes mache?

Psychologisch schauen wir auf das Konzept der Possible Selves von Hazel Markus und Paula Nurius. Dabei geht es um Vorstellungen davon, wer wir einmal sein könnten, gerne wären oder auch nicht werden möchten.

Der Blick richtet sich damit nicht nur darauf, wer wir bisher waren, sondern auch darauf, wer wir noch sein könnten.

Aber Möglichkeit allein ist noch kein Grund für Veränderung.

Nur weil ich etwas sein könnte, heißt das nicht, dass ich es sein möchte.

Und Veränderung bedeutet auch nicht, dass vorher alles falsch war.

Vielleicht ist dein Leben eigentlich ziemlich gut und passt trotzdem nicht mehr überall.

Vielleicht möchtest du etwas verändern, ohne dein ganzes Leben auf links zu drehen.

Vielleicht ist Bleiben richtig.

Vielleicht darf sich etwas verändern.

Und vielleicht weißt du es gerade einfach noch nicht.

Drei Fragen kannst du aus dieser Folge für dich mitnehmen:

1. Wo passt mein heutiges Leben bereits richtig gut zu der Person, die ich heute bin?

2. Wo merke ich eine Lücke zwischen der Person, die ich heute bin, und dem Leben, das ich gerade führe?

3. Welcher Bereich meines Lebens fühlt sich gerade so an, als dürfte ich ihn genauer anschauen?

Mit dieser Folge endet die kleine Serie:

Teil 1: Wer bin ich heute? Zwischen alten Rollen und neuem Selbstbild

Teil 2: Wofür stehe ich? Zwischen eigenen Werten und fremden Erwartungen

Teil 3: Was mache ich daraus? Wenn Erkenntnis allein noch nichts verändert

Identität. Haltung. Veränderung.

Und weil ich die Gedanken aus diesen drei Folgen nicht einfach mit der letzten Episode beenden wollte, entsteht daraus gerade auch etwas zum Weiterdenken:

„Passt das noch zu mir?“

Ein Reflexionsjournal mit neun Fragen für Frauen, deren Leben eigentlich gut ist, aber nicht mehr überall passt.

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Zum Weiterlesen

Hazel Markus & Paula Nurius (1986): Possible Selves, American Psychologist, 41(9), 954–969.

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Haltung statt Harmonie.

00:00:05: Der Podcast, der fragt was passiert eigentlich wenn Frauen sich anpassen obwohl sie es nicht müssten?

00:00:12: Hier geht es um Mechanismen die uns prägen und um die Frage was sich verändert wenn wir sie durchschauen.

00:00:19: ich bin Anne Scharmach schön dass du da bist Ich fange heute mit etwas anders gar nicht so richtig zu dieser Folge gehört, aber ich möchte euch etwas sagen und zwar Danke.

00:00:35: Denn Haltung statt Harmonie hat die ersten hundert Downloads geknackt!

00:00:40: Ja ja und ich weiß in der großen Podcastwelt sind hundert Downloads natürlich irgendwie... gar nix, keine Schlagzeile.

00:00:51: Aber für mich sind es trotzdem gerade ziemlich besondere Hundert weil hinter jeder Zahl ein Mensch steckt der irgendwann entschieden hat ich höre das mir mal an vielleicht beim Autofahren, beim Spazieren, beim Kochen oder auf dem Weg zur Arbeit Und wenn man etwas neu startet, ohne genau zu wissen wo das so hinführt dann bedeutet es ziemlich viel.

00:01:14: Also wirklich danke dass ihr zuhört und danke auch für eure Nachrichten fürs weiterempfehlen und dafür dass dieser Podcast langsam einen Platz findet!

00:01:25: Und irgendwie passt das genau zu dieser Folge heute und irgendwie passt dieser kleine Meinstein sogar ziemlich gut zu dem worüber ich heute nämlich sprechen möchte Denn ich wusste beim Start dieses Podcast auch nicht genau, was daraus wird.

00:01:40: Ich wusste nur, ich möchte über Dinge sprechen die mich beschäftigen und über Psychologie, über Frauen, über Arbeit und Leben, über Erwartungen, über Veränderung... Und inzwischen merke ich, wie daraus langsam etwas entsteht und nicht weil ich vorher schon alles durchgeplant hatte sondern auch dadurch dass ich angefangen habe einfach angefangen haben.

00:02:08: Und damit sind wir eigentlich schon mittendrin denn in den letzten beiden Folgen haben wir uns zwei ziemlich große Fragen gestellt nämlich wer bin ich heute?

00:02:20: Und wofür stehe ich?

00:02:23: Und heute kommt die dritte.

00:02:25: Nämlich was mache ich daraus?

00:02:28: Ich kann wahnsinnig viel über mich verstehen, ich kann erkennen dass bestimmte Rollen nicht mehr zu mir passen und merken das Erwartungen meinen Verhalten beeinflussen.

00:02:39: Ich kann meine Werte kennen!

00:02:41: Ich kann ziemlich genau wissen was ich nicht mehr möchte und trotzdem kann ich am nächsten Morgen aufstehen und exakt dasselbe machen wie vorher Denn Erkenntnis verändert noch kein Leben.

00:02:55: Ja leider und manchmal wäre das natürlich ziemlich praktisch, denn ein guter Gedanke, ein bisschen Selbstreflexion und zack alles ist anders.

00:03:05: aber so funktioniert es meistens nicht.

00:03:08: Denn zwischen ich habe etwas über mich verstanden und ich hab tatsächlich das Leben was ich anders leben möchte liegt manchmal eine erstaunlich große Strecke Und über diese Strecke möchte ich nämlich heute sprechen.

00:03:23: In der ersten Folge ging es ja um unser Selbstbild, darum dass unser Leben sich manchmal schneller verändert als die Vorstellung, die wir von uns selber haben.

00:03:34: und um den Gedanken Ich darf mein Selbstbild aktualisieren!

00:03:43: Und um die Frage, suche ich gerade Rat oder suche eigentlich eine Erlaub?

00:03:53: Jetzt könnte man natürlich sagen okay.

00:03:56: Ich weiß wer ich bin!

00:03:57: Ich weiß was mir wichtig ist dann ändere jetzt mein Leben.

00:04:03: aber ganz so einfach ist es nicht zumindest bei mir nicht.

00:04:08: Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Konzern habe ich heute eine Freiheit, die ich lange nicht hatte.

00:04:14: Denn ich kann überlegen wie ich arbeiten möchte?

00:04:17: Was ich aufbauen möchte?

00:04:19: Welchen Menschen ich arbeiten möchten?

00:04:22: Wie mein Alltag aussehen soll?

00:04:25: Was Erfolg für mich überhaupt bedeutet?

00:04:29: Und natürlich mache ich Pläne!

00:04:32: Ich hab ein Businessplan geschrieben.

00:04:35: Ich entwickle Angebote.

00:04:38: Ich probiere Dinge aus.

00:04:39: Ich denke über Geld nach und über Zeit, über Verantwortung.

00:04:46: Über das was funktionieren könnte.

00:04:49: aber nur weil die alte Struktur weg ist entsteht nicht automatisch eine neue die besser zu mir passt.

00:04:56: denn ich bringe mich ja selber mit meine Gewohnheiten, meine Vorstellungen von Leistung, meine Ansprüche mein Bedürfnis nach Sicherheit meine Ideen darüber, was vernünftig ist.

00:05:11: Und manchmal denke ich wie absurd wäre es eigentlich wenn ich mir jetzt mit unglaublich viel Energie ein neues Leben baue und am Ende feststelle dass ich darin wieder genauso funktioniere wie vorher nur mit einem anderen Jobtitel?

00:05:27: Und deshalb beschäftigt mich das Was möchte ich als nächstes machen?

00:05:32: noch eine andere Frage denn Wie möchte ich eigentlich leben während Ich das mache?

00:05:39: Und ich lande trotzdem wahnsinnig schnell wieder bei den großen Antworten.

00:05:44: Nämlich, was ist mein Business?

00:05:46: Was is meine Positionierung?

00:05:49: Was ist mein nächstes großes Ziel?

00:05:51: Wo möchte ich in fünf Jahren stehen?

00:05:55: und ein Gedanke das Leben findet ja nicht in fünf Jahresplänen statt.

00:06:01: es findet heute statt an einem Montagmorgen An einem Mittwochabend.

00:06:06: In meinem Kalender in meinen Beziehungen, in den Dingen zu denen ich ja sage und in denen zudem ich nein sage.

00:06:16: Und die Frage was mache ich daraus?

00:06:19: betrifft deshalb viel mehr als die nächste berufliche Entscheidung.

00:06:24: sie betriffe nämlich die Art wie ich leben möchte.

00:06:28: In der Psychologie gibt es dazu einen Gedanken den ich sehr gerne mag.

00:06:32: Die Psychologinnen Hazel Marcus und Paula Nourius haben in den achtziger Jahren dem Begriff der Possible Selfs geprägt.

00:06:41: Also möglicher Selbstbilder.

00:06:43: Vereinfacht gesagt, haben wir nicht nur die Vorstellung davon wer wir heute sind Wir haben auch Bilder davon, wer wir einmal sein könnten Wer wir gerne wählen Und auch davon wer auf keinen Fall werden möchten.

00:06:58: Und damit richtig ist sich der Blick nicht mehr nur darauf, wer ich bisher war sondern auch darauf wäre ich noch sein könnte.

00:07:07: Ich bin nicht nur die Summe dessen was bisher war.

00:07:10: da gibt es auch Vorstellungen davon was noch möglich sein könnte und solche möglichen Selbstbilder können beeinflussen das wir wichtig finden worauf wir hinarbeiten und welche Möglichkeiten wir überhaupt wahrnehmen.

00:07:24: und vielleicht gibt es ja da eine Version von dir, die schon ziemlich lange immer wieder auftaucht.

00:07:30: Eine Frau, die anders arbeitet, die mehr Raum für sich hat, die kreativer lebt, die einer andere Rolle übernimmt – die etwas beendet, die etwas beginnt, die weniger Verantwortung trägt oder vielleicht ganz bewusst mehr, die nicht ständig verfügbar ist oder die wieder neugieriger die sich etwas erlaubt, dass sie bisher immer auf später verschoben hat.

00:08:00: Und dieses mögliche selbst muss noch gar nicht besonders klar sein!

00:08:05: Vielleicht ist es nur dieses Gefühl?

00:08:08: Da wäre noch was – das gefällt mir besser als die Vorstellung irgendwo würde die eine richtige Version von mir auf mich warten.

00:08:17: Denn sonst wird Identitätsarbeit sofort zur nächsten Aufgabe.

00:08:27: finde endlich heraus, was du wirklich willst und bitte möglichst bis Freitag.

00:08:33: Nein!

00:08:35: Es kann verschiedene Möglichkeiten geben ein Leben zu führen das zu mir passt Und auch das kann sich wieder verändern.

00:08:42: Was mit dreißig richtig war, war nicht plötzlich falsch nur weil ich mit Ende vierzig etwas anderes möchte.

00:08:49: Veränderung macht die Vergangenheit Nicht zum Fehler.

00:08:53: Ich möchte mein altes Leben nämlich nicht schlecht reden.

00:08:56: ganz im Gegenteil Ich habe unglaublich viel daraus mitgenommen, Erfahrungen, Menschen, Wissen, Sicherheit, Möglichkeiten und teile meine Identität die ich sehr gerne behalten möchte.

00:09:17: Ich möchte nicht alles abstreifen und plötzlich eine komplett neue Anne werden – das wäre ziemlich anstrengend!

00:09:24: Und wahrscheinlich ziemlich unglaubwürdig.

00:09:27: Mir geht es eher darum genauer hinzuschauen.

00:09:30: Was trägt mich noch?

00:09:32: Was passt weiterhin?

00:09:34: Und wo merke

00:09:35: ich?".

00:09:36: Hier stimmt etwas nicht mehr ganz.

00:09:38: Wir erzählen Veränderungen gern als große Geschichte, vorher war alles falsch – dann kam die Erkenntnis und danach endlich das richtige Leben!

00:09:49: Das lässt sich hervorragend erzählen nur entspricht des Selten der Realität.

00:09:56: Manchmal ist unser Leben eigentlich ziemlich gut und trotzdem passt es uns nicht mehr

00:10:01: überall.".

00:10:03: Und ich glaube, dass gerade das eine ziemlich schwierige Situation sein kann.

00:10:07: Wenn nichts Dramatisches kaputt ist, wenn es keinen großen Grund gibt zu gehen, weil man sogar dankbar für vieles ist und trotzdem diese leise Irritation da ist – so wie bisher möchte ich nicht einfach die nächsten zehn Jahre weitermachen!

00:10:25: Aber was mache ich, wenn ich spüre, dass ich etwas verändern soll, obwohl ich mein Leben gar nicht auf links drehen möchte?

00:10:32: Wenn ich anfange, genauer hinzuschauen, entdecke ich natürlich Dinge die nicht perfekt passen.

00:10:38: Aber daraus folgt nicht automatisch... Dann muss es weg!

00:10:43: Nicht jede Irritation verlangt eine Königung.

00:10:47: Nicht jede Unzufriedenheit verlangte eine Trennung.

00:10:51: Nicht jeder unerfüllte Wunsch muss mein nächstes großes Projekt werden und nicht jede Veränderung muss groß sein damit sie relevant ist.

00:11:00: Manchmal ist die richtige Entscheidung vielleicht sogar Ich bleibe.

00:11:06: Aber nicht mehr aus Gewohnheit, sondern bewusst!

00:11:11: Vielleicht ändere ich etwas Kleines?

00:11:14: Vielleicht merke ich das jetzt gerade gar nicht der richtige Zeitpunkt ist?

00:11:20: Vielleicht weiß ich noch nicht genug – vielleicht braucht eine Entscheidung

00:11:24: Zeit?!

00:11:26: Auch das darf ein Ergebnis sein.

00:11:28: Deshalb möchte ich bei der Frage was mache ich daraus?

00:11:32: Gar nicht sofort in Aktion springen….

00:11:36: Vorher braucht es vielleicht etwas anderes.

00:11:38: Ehrlichkeit!

00:11:40: Keine brutale, jetzt musst du dir endlich die Wahrheit eingestehene Ehrlichkei... eher eine neugierige.

00:11:48: Wo passt mein Leben richtig gut zu mir?

00:11:51: Wo nicht

00:11:51: mehr?!

00:11:53: Welche Wünsche tauchen immer wieder auf?

00:11:57: Welche davon sind wirklich meine und welche Veränderungen wünsche ich mir?

00:12:03: vielleicht nur weil ich glaube mein Leben müsste irgendwie anders aussehen?

00:12:09: Auch das gibt's.

00:12:10: Wir leben in einer Zeit, in der uns ständig gezeigt wird was noch alles möglich wäre.

00:12:15: Du könntest auswandern Gründen Noch einmal studieren Dein Job kündigen Ein Servetical machen Ein Buch schreiben Ein Tiny House kaufen Mit fünfzig noch einmal komplett neu anfangen Alles möglich.

00:12:34: Aber Möglichkeit allein ist noch kein Grund.

00:12:36: Nur weil ich etwas sein könnte, heißt das nicht dass ich es sein möchte.

00:12:42: Auch mögliche Selbstbilder sind keine To-do Liste.

00:12:46: Sie zeigen Möglichkeiten.

00:12:48: sie schreiben uns nicht vor welche davon wir leben müssen.

00:12:52: und hier schließt sich für mich der Kreis dieser drei Folgen.

00:12:56: Identitätsarbeit bedeutet Nicht.

00:12:58: Ich finde heraus wer ich bin und baue anschließend das perfekte Leben dazu.

00:13:03: eher Ich nehme mich selbst wieder ernst genug, um hinzuschauen.

00:13:09: Wer bin ich heute?

00:13:11: Was ist mir wichtig?

00:13:13: Welche Erwartungen wirken auf mich?

00:13:16: Wo passt mein Leben dazu und wo nicht?

00:13:20: Und was davon möchte ich überhaupt verändern?

00:13:23: Nicht «Was sollte ich verändern», sondern «Was möchte?

00:13:36: Wo passt mein heutiges Leben bereits richtig gut zu der Person, die ich heute bin?

00:13:43: Ich möchte ganz bewusst damit anfangen.

00:13:46: Nicht sofort mit dem Problem!

00:13:50: Was darf

00:13:50: bleiben?!

00:13:52: Welche Menschen?

00:13:53: Welche Teile deiner Arbeit?

00:13:57: Welchen Routinen?

00:13:58: Welcher Rollen?

00:14:00: Was möchtest du auf keinen Fall verlieren?

00:14:04: Und die zweite Frage... und dem Leben, das ich gerade führe.

00:14:12: Und vielleicht ist diese Lücke riesig!

00:14:15: Vielleicht ist sie ganz klein?

00:14:18: Vielleicht betrifft sie nur einen Bereich – du musst daraus noch überhaupt nichts machen.

00:14:25: Erstmal nur wahrnehmen.

00:14:27: Und die dritte Frage… Welcher Bereich meines Lebens fühlt sich grade so an als dürfte ich ihn genauer anschauen?

00:14:36: Nicht sofort lösen, nicht sofort verändern.

00:14:39: Anschauen.

00:14:41: Vielleicht ist das deine Arbeit Vielleicht deine Beziehung.

00:14:46: Oder deine Rolle in der Familie, deine Zeit – ein Wunsch den du seit Jahren verschiebst oder deine Vorstellung davon was Erfolg für dich heute bedeutet.

00:14:59: Vielleicht entsteht daraus irgendwann eine Veränderung und vielleicht eine große, vielleicht eine kleine.

00:15:08: Vielleicht stellst du fest eigentlich möchte ich genau hier bleiben nur bewusster.

00:15:17: Auch das darf sein.

00:15:20: Denn nicht jede Erkenntnis verlangt sofort nach einer Entscheidung, und nicht jede Entscheidung verlangт nach einem kompletten Neuanfang!

00:15:28: Und weil mich diese drei Folgen selbst so beschäftigt haben, wollte ich sie nicht einfach mit dieser Folge beenden.

00:15:36: Ich habe aus den Gedanken- und Fragen dieser Serie etwas gemacht, mit dem du für dich weiterarbeiten kannst?

00:15:43: Passt das noch zu

00:15:43: mir?!

00:15:44: Ist ein kleines Reflexionsjournal mit neun Fragen rund um die drei Themen dieser Serie.

00:15:51: Da bin ich heute, wofür stehe ich und was mache ich daraus?

00:15:57: Und es geht darum nicht dass du danach dein komplettes Leben umkrempelst und es ist auch kein Coaching-Programm zum selber machen.

00:16:06: Es ist eher ein Raum zum nachdenken und zum aufschreiben, zum sortieren und vielleicht dazu eine Frage zu entdecken, die du bisher immer wieder zur Seite geschoben hast.

00:16:20: Wenn du beim Hören dieser drei Folgen öfter dachtest verdammt da ist was!

00:16:25: Dann ist das Journal genau für dich.

00:16:27: Du findest passt das noch zu mir über den Link in den Schonots?

00:16:33: Und damit sind wir auch am Ende dieser kleinen Serie angekommen.

00:16:37: wer bin ich heute?

00:16:39: Wofür stehe ich?

00:16:41: Und was mache ich daraus?

00:16:44: Identität Haltung, Veränderung.

00:16:49: Vielleicht sind das gar keine drei Fragen die wir nur einmal beantworten und dann abhaken – vielleicht kommen sie immer wieder!

00:16:57: Wenn ein Job endet oder wenn ein Neuer beginnt?

00:17:01: Wenn Kinder größer werden?

00:17:04: Wenn Beziehungen sich verändern?

00:17:07: Wenn wir älter

00:17:08: werden?!

00:17:09: Wenn etwas das jahrelang funktioniert hat plötzlich nicht mehr selbstverständlich passt oder einfach irgendwann mitten in einem eigentlich guten Leben Dann müssen wir nicht sofort alles in Frage stellen, aber wir dürfen uns selbst wieder eine Frage stellen.

00:17:25: Passt das noch zu mir?

00:17:27: Und vielleicht beginnt Veränderung genau dort!

00:17:30: Nicht mit einer fertigen Antwort sondern damit dass wir die Frage ernst nehmen und damit danke ich dir, dass du dir diese Folge angehört hast bis nächste Woche bei Haltung statt Harmonie.

00:17:46: Und natürlich freue ich mich wie immer über Kommentare bei Spotify oder auf meinem Instagram-Kanal.

00:17:53: Vielen Dank noch mal an alle, die mir auch ihr Feedback gegeben haben!

00:17:57: Diese Folge hat mich ein bisschen emotional gemacht und da sind auch ein paar Tränen gekullert und deswegen hoffe ich, dass diese Folge ganz genau so von Herzen zu Herzen wahrnimmt, wie ich gerade.

00:18:09: Vielen dank fürs Zuhören und denkt daran, Führung beginnt im Innen.

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