Ich glaube, sie merken gleich, dass ich keine Ahnung habe
Shownotes
Ich glaube, sie merken gleich, dass ich keine Ahnung habe.
In der ersten Folge von Mind Balance Campus rede ich über das Gefühl, eine Hochstaplerin zu sein. Über den Gedanken, der ausgerechnet dann am lautesten flüstert, wenn man etwas Mutiges wagt. Ich erzähle, was das Impostor-Phänomen wirklich ist, woher es kommt, und welche kleinen Werkzeuge helfen, um aus der Spirale rauszukommen.
Die wichtigste Botschaft vorweg: Dieses Gefühl ist kein Beweis dafür, dass du nicht gut genug bist. Es ist oft ein Nebeneffekt davon, dass du wächst.
In dieser Folge:
- Was das Impostor-Phänomen ist und warum es gerade die Kompetenten trifft
- Woher das Gefühl kommt
- Vier Werkzeuge gegen die Hochstapler-Spirale
- Eine kleine Aufgabe für dich bis zur nächsten Folge
Deine Signaturfrage zum Mitnehmen: Was würdest du tun, wenn du dir glauben würdest, dass du gut genug bist?
Schreib mir gern deine Antwort auf Instagram: @haltungstattharmonie
Quellen und zum Weiterlesen
- Clance, P. R., & Imes, S. A. (1978). The Imposter Phenomenon in High Achieving Women: Dynamics and Therapeutic Intervention. Psychotherapy: Theory, Research & Practice, 15(3), 241 bis 247. https://www.researchgate.net/publication/232455649_The_imposter_phenomenon_in_high_achieving_women_Dynamics_and_therapeutic_intervention
- Bravata, D. M. et al. (2020). Prevalence, Predictors, and Treatment of Impostor Syndrome: A Systematic Review. Journal of General Internal Medicine. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7174434/
- Global prevalence of imposter syndrome in health service providers: a systematic review and meta-analysis (2025). BMC Psychology. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12117965/
Hinweis zur Häufigkeit: Die oft genannten 70 Prozent stammen aus klinischen Beobachtungen. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten kommen je nach Methode auf Werte zwischen 9 und 82 Prozent, eine Meta-Analyse auf gepoolte rund 62 Prozent.
Transkript anzeigen
00:00:00: Während ich das ja aufnehme, sitzt ein Gedanke neben mir ganz nah und er flüstert.
00:00:06: Wer hört dir hier eigentlich zu?
00:00:08: Und du tust doch nur so als wüsstest Du was Du tust!
00:00:12: Und das Lustige ist genau über diesen Gedanken will ich heute reden.
00:00:16: Ich starte nämlich einen Podcast und über das Gefühl eine Hochstaplerin zu sein.
00:00:23: Und währenddich das Tour fühle ich mich wie einer an.
00:00:27: Ja, wenn das kein Passner anfangen ist.
00:00:29: Ich bin Anne.
00:00:31: Herzlich willkommen bei Mein Balance Campus bzw.
00:00:35: hier beim Podcast Haltung statt Harmonie!
00:00:39: Das hier ist die allererste Folge und ich habe so lange überlegt womit ich anfange und tatsächlich war am Ende die Antwort ganz einfach nämlich mit genau dem was mich gerade selbst am Kragen packt den Gefühl nicht gut genug zu sein, dem Verdacht das gleich alle merken dass ich hier nur so tue.
00:00:58: Und wenn du das hier kennst dann bist du nämlich genau richtig.
00:01:01: und ich verspreche dir am Ende dieser Folge schaust du anders auf dieses Gefühl.
00:01:07: ja nicht weil alles weg ist sondern weil du verstehst was es eigentlich...was ihr dieses Gefühl eigentlich sagen will.
00:01:14: also lass uns gerne mal anfangen!
00:01:17: Also fangen wir mit dem offensichtlichen an Denn komischerweise spricht das kaum jemand aus, denn dieses Gefühl kennt eigentlich fast jeder.
00:01:28: Denn Schätzungen reichen bis zu siebzig Prozent der Menschen die es irgendwann entnehmen erwischt.
00:01:35: und trotzdem fühlt sich immer an als wärst du die einzige die nur so tut während alle anderen wirklich was drauf haben.
00:01:44: Und das Ding dieses Gefühl hat sogar einen Namen.
00:01:48: Zwei Psychologinnen, nämlich Pauline Klains und Susanne Ines haben es, neunzeigartensiebzig zum ersten Mal beschrieben.
00:01:59: Sie haben es das Imposterphänomen genannt.
00:02:03: Im Poster ist der Hochstapler die Betrügerin und ganz bewusst haben sie es Phänomänen genannt – Nichts-Syndromen Denn es ist keine Krankheit.
00:02:14: Du bist nicht kaputt, es ist quasi ein Muster einer Art sich selbst zu
00:02:19: erleben.".
00:02:20: Und jetzt kommt der Teil, der mich beim ersten Mal richtig umgehauen hat nämlich dieses Gefühl.
00:02:28: Dieses Imposter-Phenomen trifft besonders oft Menschen die richtig gut sind!
00:02:34: Die Kompetenten, die sie sich vorbereiten, die die abliefern... ...die es sich ja wirklich nicht einfach machen.
00:02:44: Und denn wer wenig kann, der überschätzt sich sogar eher!
00:02:49: Aber die Leute, die tatsächlich was drauf haben, die zweifeln.
00:02:53: Das heißt im Klartext dieses Gefühl lügt.
00:02:57: Es erzählt dir etwas über dich das mit den Fakten überhaupt nichts zu tun hat.
00:03:02: und vielleicht erkennst du dich in ein paar von diesen Mustern jetzt wieder und ich zähle sie nämlich mal auf und du darfst innerlich eine Hicke machen ob dir das bekannt vorkommt.
00:03:13: Also fangen wir an!
00:03:41: Und alles, was nur gut ist fühlt sich an wie durchgefallen.
00:03:47: Und viertens Lob prallt an dir ab wie ein Flummy – aber Kritik, die klebt tagelang!
00:03:55: Ich sag dir ehrlich ich könnte bei jedem dieser Punkte die Hand heben?
00:03:59: Das letzte Lob das ich bekommen habe hab' ich sofort klein geredet, ach das war doch nichts.
00:04:05: Kennst du das?
00:04:07: diese refleksartige Wegwischen kaum dass jemand etwas Nettes
00:04:11: sagt?!
00:04:13: Ja, aber woher kommt das eigentlich?
00:04:15: Und die spannende Frage ist warum.
00:04:17: Warum sitzt dieses Gefühl so tief gerade bei Menschen, die eigentlich allen Grund hätten stolz zu sein?
00:04:24: Ich will hier keine Küchenpsychologie machen und ich bin auch nicht deine Therapeutin Aber ein paar Wurzeln tauchen immer wieder auf und die zu kennen ist erstaunlich entlastend.
00:04:36: Das eine sind auf jeden Fall die hohen Erwartungen oft schon früh Diese leise Botschaft, du bist wer wenn du was leistest.
00:04:45: Strenge dich an dann bist du geliebt.
00:04:48: Wenn du damit groß wirst sitzt der Maßstab irgendwann in dir drin und misst immer weiter egal wie viel du schon geschafft hast.
00:04:57: Und das andere und das finde ich fast das wichtigste Wachstum Du fühlst sich immer genau da am sichersten wo du gerade Neuland betrittst Der neue Job Das neue Projekt Ein neuer Podcast.
00:05:15: Und da flüstert dieses Hochdabler, den dieser Gedanke am lautesten nicht weil du versagst sondern weil du dich gerade vorwärts bewegst in etwas rein das du noch nicht hundertmal gemacht hast.
00:05:33: und dann gibt es noch Situationen in denen du irgendwie ganz anders bist als die Mehrheit im Raum Die einzige die so aussieht wie du oder so redet, oder von dort kommend wo du herkommst.
00:05:46: Auch das füttert das Gefühl nicht dazu zu gehören und nur so zu tun.
00:05:54: Und jetzt hör mir ganz genau zu!
00:05:57: Denn das ist nur ein Gedanke und ich möchte dir in dieser Folge etwas mitgeben.
00:06:06: Dieses Gefühl kommt oft genau dann wenn du mutig bist.
00:06:13: Es ist kein Warnsignal es is ein Wachstumschmerz Es taucht auf, beziehungsweise ist auch nicht auf weil du zu wenig kannst.
00:06:22: Sondern weil du dich streckst, weil du sagst was du willst, weil Du etwas wachst und weil du Dich rausbewegst aus dem Bequemen.
00:06:35: Und jetzt hör diesen Satz nochmal wenn er Dich erwischt hat.
00:06:40: Ich musste ihn auch ein paar Mal hören bis er wirklich angekommen ist.
00:06:47: Also das Gefühl, eine Hochstablerin zu sein ist kein Beweis für deine Inkompetenz.
00:06:54: Sondern es ist oft ein Nebeneffekt davon dass du wächst.
00:07:01: Gut das zu verstehen ist das Eine aber Du sitzt ja trotzdem manchmal da mitten in dieser Spirale und das Verstehen allein macht sich nicht kleiner.
00:07:14: Und deshalb will ich dir ein paar Werkzeuge mitgeben Nichts kompliziertes kleine Sachen, die wirklich was verschieben.
00:07:23: Und der erste Tipp ist Sammle Beweise gegen dieses Gefühl, dieses Hochstapler-Gefühl – da helfen keine Argumente!
00:07:34: Du kannst dir tausendmal sagen ich bin doch gut das Gefühl zuckt nur kurz mit den Schultern.
00:07:40: aber gegen ein Gefühl hilft nur einem Beleg.
00:07:44: Macht ihr eine Notiz auf deinem Handy oder in einem kleinen Ordner oder in einem Notizbuch und da rein kommt alles.
00:07:54: Erledigte Dinge, nette Nachrichten, gutes Feedback, Momente, in denen du was hinbekommen hast!
00:08:03: Und an den schlechten Tagen liest du das nicht als Angebereit, sondern als Realitätscheck.
00:08:10: – und der zweite Tipp ist Benenne das Gefühl statt ihn zu glauben.
00:08:19: Also, wenn der Gedanke kommt – du kannst das gar nicht.
00:08:22: Dann versuch mal einen Schritt zurückzutreten und zu sagen Aha!
00:08:28: Da ist wieder dieser hochstabler Gedankel.
00:08:31: Das klingt ganz klein aber es macht ein Riesenunterschied weil du nämlich auf einmal nicht mehr der Gedankgebist.
00:08:40: Du bist die, die dir Gedanken bemerkt.
00:08:43: Und dieser kleine Abstand, dass ist die Luft zum Atmen Und das ist fast der stärkste Rede darüber, zu ich jetzt hier im Podcast.
00:08:59: Dieses Gefühl lebt nämlich von stille Es wird groß und laut so lange es dein Geheimnis bleibt.
00:09:07: In der Sekunde in der du zu einem Menschen den du vertraust sagst hey Ich fühle mich gerade wie eine Betrügerin passiert nämlich zweierlei Erstens ist die Hälfte der Macht weg Und zweitens – fast garantiert, sagt die andere.
00:09:28: Warte!
00:09:29: Du auch?
00:09:30: Ich dachte das bin du
00:09:31: ich?!
00:09:32: Und genau das ist der Moment in dem das Gespenst zu einem ganz normalen menschlichen Gefühl schrumpft.
00:09:42: und der vierte Tipp vom Perfekt zum gemacht.
00:09:47: Wir vielleicht kennen alle diesen Spruch besser dann than perfect.
00:09:53: Das bedeutet fertig ist besser als perfekt.
00:09:58: Ich weiß, das tut weh wenn man einen sehr hohen Maßstab in sich trägt aber diese Folge hier die du gerade hörst ist auch nicht perfekt.
00:10:11: sie ist einfach gemacht und gemacht schlägt perfekt jeden tag weil gemacht in der welt ist und wirkt während perfekt noch im kopf sitzt und wartet.
00:10:24: traue dich zur b-note Denn die B-Note verändert die Dinge.
00:10:30: Die perfekten Ideen in Schubladen, die tun das nie!
00:10:38: So einmal durchatmen – ich bin auch noch ganz aufgeregt wegen dieser ersten Folge hier und ich möchte dass du einen Satz mitnimmst aus diese Folge.
00:10:50: Nämlich Das Gefühl nicht gut genug zu sein ist kein Beweis.
00:10:55: Es taucht oft genau dann auf wenn Du wächst Und ich habe eine kleine Aufgabe für dich.
00:11:05: Bis wir uns wieder hören, nur eine einzige!
00:11:08: Nimm heute ein Lob an – Ein einziges.
00:11:12: Ohne es klein zu reden, ohne ach das war doch nichts, ohne abwinken.
00:11:18: Sag einfach Danke und lass diesen einen Moment stehen und schau wie sich anfühlt.
00:11:27: Für viele von uns ist das überraschend schwer und genau deshalb lohnt es sich.
00:11:32: Und wenn du das gemacht hast und vielleicht noch Zeit hast, dann schreib es auf in eine Notizapp.
00:11:40: Wo auch immer!
00:11:41: Halt dieses Gefühl fest.
00:11:47: Ich lasse dich jetzt mit dieser Frage zurück.
00:11:49: Es ist die Frage, die ich von jetzt an in jeder Folge mitnehme bzw.
00:11:55: in jede Folge mitnehme – was würdest du tun, wenn du dir glauben würdest dass du genug bist?
00:12:03: Denk gern darüber nach.
00:12:05: Bei Spotify kannst du es auch in die Kommentare schreiben oder schreib mir gerne eine Antwort.
00:12:10: Es gibt auch einen Instagram-Kanal für diesen Podcast, schreibst mir gerne dahin.
00:12:15: das würde ich nämlich gerne lesen.
00:12:17: Ja und ich sage danke!
00:12:19: Danke dass du bei dieser allerersten Folge dabei warst mit Versprechern, mit Hassplan.
00:12:25: Ich freue mich dass du da bist obwohl der Gedanke neben mir immer noch flüstert.
00:12:29: Haben wir gerade gesprochen?
00:12:30: Vielleicht ist das die eigentliche Lektion.
00:12:33: Man macht es nicht, wenn das Gefühl weg ist!
00:12:36: Man macht mit dem Gefühl an der Seite und dann tut man's trotzdem.
00:12:41: Ich danke dir, dass du zugehört hast.
00:12:43: Bis zur nächsten Folge – pass auf dich auf!
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